Böser Islam – gutes Christentum?!

flickr.com - Citizen59 - Mosquée Masjid el Haram à la Mecque - CC BY-SA 2.0
flickr.com – Citizen59 – Mosquée Masjid el Haram à la Mecque – CC BY-SA 2.0

Nicht selten hört man die „Islam-Kritiker“ aufschreien, wenn irgendwo in der Welt oder gar in Deutschland, unweit unserer Haustüren, ein Mensch mit muslimischem Glauben radikale Äußerungen von sich gibt. Der Islam sei „im Kern radikal“, „undemokratisch“ oder gar „faschistisch“ – alles keine unbekannten Meinungen. Meinungen, die auf unzulässiger Verallgemeinerung und einer falschen Betrachtung des Ganzen beruhen. Gleichzeitig sprechen sich diese Personen meist für den Erhalt einer „christlichen Leitkultur“ aus, da diese Teil Europas sei und der Boden unseres friedlichen Zusammenlebens.

Einmal abgesehen davon, dass grundlegende Dinge in Europa sicherlich noch eine christliche Prägung haben, ist es jedoch so, dass die Mehrheit der Menschen der Religion immer weniger Bedeutung zuschreibt und Zeit in sie investiert. Es ist daher mehr als fraglich, ob unsere „Leitkultur“ noch immer in erster Linie „christlich“ ist. Das Engagement für eben diese Ausrichtung der Kultur zeigt viel mehr, dass es sich um blinden Aktionismus gegen den Islam handelt – nicht aber darum, wie man friedlich mit Muslimen zusammen leben kann.

flickr.com - Stefan W - Petersdom. I St.Peter - CC BY 2.0
flickr.com – Stefan W – Petersdom. I St.Peter – CC BY 2.0

Doch auch das Christentum ist nicht in allen Ecken ihres Wirkens friedlich. Wie bei jeder Religion finden sich in der Anhängerschaft des Christentum ebenso frag- und kritikwürdige Äußerungen, undemokratische Positionen und fundamentalistische Ansichten. Um dies zu verdeutlichen, findet ihr unter diesem Text einige Beispiele, welche ich laufend erweitern werde!

Worum es mir mit diesem Text aber eigentlich geht ist, dass ich zeigen will, dass weder der Islam, noch das Christentum oder eine andere Religion vollkommen friedlich oder vollkommen radikal ist. Jede Religion hat ihre Freaks, Spinner und Ewiggestrige in den eigenen Reihen – keine Religion ist frei von Fundamentalismus und Hass. Jede Religion in Deutschland hat jedoch eine mehrheitlich friedliche, der Demokratie zugewandte und offenherzige Anhängerschaft. Darüber sollten wir uns im Klaren sein, besonders dann, wenn wir Menschen mit einer anderen Religion begegnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich hinter „dem Fremden“ ein Mensch versteckt, der andere Religionen hasst, fundamentalistisch und radikal denkt oder gar ein religiöser Terrorist ist, ist äußerst gering – ganz unabhängig davon, ob Christ, Moslem, Jude oder Atheist. Gehen wir also unvoreingenommen aufeinander zu und miteinander um – und bedenken dabei, dass auch die eigene Religion (oder Weltanschauung) nicht die „einzig wahre“, die „einzig richtige“ oder „einzig friedliche“ ist.


Auch das Christentum hat radikale Anhänger!

Hitler, die EU und Homosexuelle – Ansichten eines lettischen Kardinals

„Der lettische Kardinal Jānis Pujats hat am Montag bei einer Parlamentsanhörung in Riga mit einem Lob für die Diktatoren Adolf Hitler und Josef Stalin für einen Eklat gesorgt. Einen Tag nach dem Internationalen Tag gegen Homophobie erklärte der emeritierte Erzbischof, Hitler und Stalin hätten mit ihrer Verfolgung von Homosexuellen eine bessere Politik gemacht als die Europäische Union.“

Quelle: queer.de

Tsunami- und Erdbeebenopfer als Märtyrer Gottes

Hier plaudert der Schwert-Bischof der Neuchristen über den gelebten Glauben, die Ursachen von Naturkatastrophen und darüber, dass die Opfer dieser Katastrophen nicht gestorben seien, sondern es „geht ihnen Milliarden Mal besser, als dem wo es am besten geht auf Erden“ (Zitat Schwert-Bischof – ab 2:00 Min). Ein sehr eigenartiges und veraltetes Weltbild, dass sich offenbart – verbunden mit einem verhöhnenden Umgang mit den Opfern der vergangenen Naturkatastrophen. Fundamentalistisch, ewiggestrig und fernab der Realität – nicht nur der Schwert-Bischof trägt diese Merkmale, sondern die gesamte Glaubensgemeinschaft der Neuchristen!

gefunden auf: Atheist Media Blog


Bildquellen (flickr.com): Bild 1 (Citizen59 – Mosquée Masjid el Haram à la MecqueCC BY-SA 2.0) – Bild 2 (Stefan W – Petersdom. / St.PeterCC BY 2.0)

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Ein Gedanke zu „Böser Islam – gutes Christentum?!

  1. Meiner Meinung nach haben sich die „traditionellen“ Religionen mittlerweile überlebt. Es wäre höchste Zeit für „etwas Neues“, für eine wahrhaftige Ethik, für respektvolle Moralvorstellungen, für eine Religion, die sich an der Realität orientiert, und uns im 21. Jahrhundert nicht mehr die Märchen vom übers Wasser wandelnden Heilsbringer erzählen will. Und schon gar keine „Religion“ wie die Katholische Kirche, die in so vielen Dingen jene Worte und Taten des Menschen, den sie den Erlöser, den Messias, den Sohn Gottes nennen, verhöhnt und verspottet, und furchtbar grausam ad absurdum führt.

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