Streik für bessere Arbeitsbedingungen und Freiheit der Gewerkschaften berechtigt!

Die GDL streikt wieder. Seit heute, 15 Uhr, steht der Güterverkehr still, am morgigen Donnerstag ab 2 Uhr folgt der Personenverkehr. Andauern soll der Streik bis Montag um 4 Uhr. Für Fahrgäste bedeutet dies knapp 100 Stunden Bahnstreik. Mindestens, denn die Gewerkschaft kündigte heute an, möglicherweise noch länger die Arbeit niederzulegen. Viele Zug-Pendler und Wochenendreisende müssen nun umplanen, alternative Wege finden. Natürlich bringt dies Ärger und Wut mit sich. Die Bahn AG bezeichnete den Streik der GDL gar als „reine Schikane“ und auch die Medien sind zu großen Teilen kritisch in ihrer Bewertung. Meiner Meinung nach ist dies jedoch eine falsche Reaktion. Abgesehen von der Bahn AG, welche selbstverständlich nichts positives im Streik sieht, sollte in den Medien aber auch in der Öffentlichkeit ein anderer Ton angeschlagen werden. Daher möchte ich an dieser Stelle einmal begründen, weshalb ich den Streik gut finde, es nachvollziehen kann, dass die GDL nun auch über ein solch langen Zeitraum streikt. Sicherlich fällt mir ein solches Urteil einfacher als einem Pendler oder jemandem, der dieses Wochenende bereits eine Fahrt geplant oder gebucht hat. Ich bin nicht auf die Bahn angewiesen und bin vom Streik nicht betroffen. Für die einen mag diese Entfernung zum Konflikt bedeuten, dass ich die Tragweite des Streiks nicht kenne und mein Urteil daher nicht richtig sei. Doch vielleicht bringt dieser Abstand auch einen objektiveren Blick zu Stande, da ich die Nebenschauplätze einbeziehe, ohne eine, durchaus nachvollziehbare, Wut in mir zu spüren. Wie dem auch sei, dieser Text soll für Verständnis sorgen und erklären, weshalb ich in diesem Streik etwas positives sehe und weder Schikane, noch eine Provokation oder übertriebene Machtpräsentation erkennen kann.

Forderung: Fünf Prozent mehr Lohn und Arbeitszeitverkürzung!

Bevor ich zum groß diskutierten Thema und Forderung Nummer Zwei, der Erweiterung des Verhandlungsrahmens der GDL über die Lokführer hinaus, komme, möchte ich auf das eigentliche Anliegen der Streikenden zu sprechen kommen. Zwar scheint es, folgt man großen Teilen der medialen Berichterstattung, momentan nur noch um Machtkämpfe und persönliche Interessen des GDL-Chefs Weselsky zu gehen, doch gibt es neben diesem „oberst5879055231_a482854fa0_nen Arbeitskämpfer“ Weselsky noch viele viele andere Beteiligte, welche um eine Lohnerhöhung und Arbeitszeitverkürzung kämpfen. Denn die Masse der Streikenden besteht aus Arbeitnehmern, aus Lokführern, Zugbegleitern und einzelne andere Berufsgruppen, sprich, den Mitgliedern der GDL. Ich habe keine Belege für meine These, da es zu diesem Thema keine Erhebungen gibt, doch bin ich mir sicher, dass es dieser Masse, den 99% der Streikenden, vorrangig um Lohn und Arbeitszeit geht. Natürlich wird es auch dort Ausnahmen geben, da es sich auch anhand der eigenen Position in der Gewerkschaft ausrichtet, welche Ziele man mit höchster Priorität ausstattet, doch wird der Großteil jene Ziele im Fokus haben, die direkte Auswirkungen, hier in Form von Zeit und Geld, für sie haben. Auf diese geht die Bahn AG jedoch kaum ein, obwohl die Forderungen sich im üblichen Rahmen bewegen und in keinster Weise weltfremd oder größenwahnsinnig sind. Dieser Streik ist also besonders ein Zeichen an die Bahn AG, diese Forderungen erst zu nehmen und auf sie einzugehen.

Streik als Mittel zu wählen, sofern der Arbeitgeber sich nicht zu einem seriösen Angebot bewegen lässt, ist vollkommen verständlich und ein absolut normaler Teil des Arbeitskampfs. Betrachtet man diesen Streik also einmal aus einem anderen Winkel und sieht die Ursache nicht allein und vorrangig im GDL-Chef, sondern in den tausenden Arbeitnehmern, die für einen gerechten Lohn und eine Arbeitszeitverkürzung streiken, sollte dieses Vorgehen schon nachvollziehbarer erscheinen. Denn, die Gehälter der Lokführer in Deutschland sind alles andere als der Verantwortung entsprechend und sind auch im europäischen Vergleich eher gering. Das Durchschnittsgehalt (Brutto) der Deutschen liegt bei 3237 Euro/Monat, bei den Lokführern sind es jedoch nur 2700 Euro. Im europaweiten Vergleich schneiden die Lokführer in Deutschland teilweise noch schlechter ab. Die Gegenüberstellungen der Gehälter einiger westlicher europäischer Staaten macht dies deutlich. Ein Lokführer in Deutschland (25 Jahre, kinderlos, 2 Jahre Berufserfahrung) erhält monatlich ca. 1500 Euro netto, wohin gegen er in der Schweiz rund 3000 Euro netto bekommen würde. Auch in den Niederlanden (ca. 1820 Euro), Spanien (ca. 2600 Euro) oder Frankreich (ca. 2700 Euro) liegt das Nettoeinkommen, teilweise deutlich, über den deutschen Löhnen. Auch bei einem Lokführer im Alter von 40 Jahren, mit 20 Jahren Berufserfahrung und mit zwei Kindern ist dieser Unterschied klar erkennbar. Während in Deutschland rund 1800 Euro netto gezahlt werden, bekommen die Lokführer in den eben genannten Staaten zwischen 500 Euro (Italien) und 3000 Euro (Schweiz) mehr. Selbst wenn diese Zahlen für Deutschland sich an der unteren Grenze der Realität bewegen, wären die Gehälter tatsächlichen mittleren Gehälter im Hinblick auf die wirtschaftliche Stärke Deutschlands sowie die Gehälter vergleichbarer Branchen nicht sonderlich fair. Den Kampf für einen gerechten Lohn kann ich aus all diesen Gründen sehr gut verstehen. Unverständlich ist für mich hingegen, weshalb sich so viele Menschen beklagen, wenn die Mehrheit der Streikenden für fairere Arbeitsbedingungen kämpft und sich sich somit gegen eine weiteren Manifestierung von Armut und sinkenden bzw. kaum steigenden Reallöhnen stellt. Denn diese Probleme sind Sorgen aller Arbeitnehmer. Streiken ist hierbei ein legitimes Mittel, welches fest in den Grundwerten des deutschen Staates verankert ist. Statt das Vorgehen der Lokführer zu kritisieren, sollten sich viel mehr Menschen in Gewerkschaften vereinen und streiken. Es ist das Recht der Arbeitnehmer, das Mittel des Arbeitskampfs und die stärkste Waffe der Arbeitnehmer. Wer sie nutzt, sollte Solidarität und Verständnis ernten, nicht aber vernichtende Kritik von allen Seiten.

Erweiterung des Geltungsbereiches der GDL

Die zweite und aktuell heiß diskutierte Forderung der Gewerkschaft ist es, nicht nur für Lokführer Tarifverträge abschließen zu können, sondern auch für das Zugbegleitpersonal verhandeln zu können. Dies tat bisher nur die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, EVG, welche einen gültigen Tarifvertrag mit der Bahn AG abgeschlossen hat. Hätte die GDL mit ihrer Forderung Erfolg, gäbe es einen zweiten Tarifvertrag für eine Berufsgruppe. Für die Bahn ist dies ein Problem, da sie fürchtet, die Gewerkschaften könnten sich in solch einer Situation gegenseitig hochschaukeln und die Forderungen immer höher stecken. Tatsächlich würde dies möglicherweise dazu führen, dass die EVG-Mitglieder sich durch höhere GDL-Abschlüsse ermutigt sehen selbst auch mutigere Forderungen zu stellen, doch nichts spricht für einen wechselhaften, aufeinander aufbauenden Arbeitskampf beider Gewerkschaften in unermessliche und unangebrachte Lohnforderungen. Viel mehr ist es diese Argumentation der Versuch die Öffentlichkeit auf die eigene Seite zu bekommen und die Gewerkschaft als Buhmann zu präsentieren. Leider mit Erfolg, wie es scheint. Leider, weil ich das Ansinnen der GDL durchaus verstehen kann. Es ist die Logik unseres Wirtschaftssystem: Konkurrenz. Wir alle werden schon von Klein auf darauf getrimmt, das Konkurrenzdenken auszubauen, zumindest in einem gewissen Maße. Man muss das nicht gut finden und ich selbst lehne dieses Verhalten in der Gesellschaft ab. In der Wirtschaft ist es jedoch unumgänglich sich diesem Schritt anzupassen, da sonst die eigene Basis bröckelt und einzustürzen droht. Nun bedient sich eine Gewerkschaft dieser Denkweise, da auch die Branche der Gewerkschaften durchaus als Markt bezeichnet werden kann, diesem markttypischen Mittel der Konkurrenz und es hagelt Kritik. Dabei ist es nur logisch, dass sich eine Gewerkschaft für alle Berufsgruppen einsetzt, die in ihren Reihen zu finden sind. Welchen Nutzen hätte die GDL für die Zugbegleiter, wenn sie nicht für sie verhandeln dürfte? Keinen! Zwar wird es in vielen Medien und besonders auch von der Bahn AG so dargestellt, als sei diese Forderung überzogen und das Beharren auf dem Standpunkt zu radikal, zu größenwahnsinnig, doch ist dieser Weg der einzig sinnvolle, wenn man sich einmal in die Position der Gewerkschafter hinein versetzt.

Wie bereits erwähnt, man kann gut und gerne manche Aussagen des GDL-Chefs kritisieren, doch blickt man einmal auf die Forderungen an sich, sollte man einsehen, dass diese nicht überzogen oder übertrieben sind, sondern sie nicht nur logisch, sondern auch aus Sicht der Arbeitnehmer von großer Bedeutung sind. Denn sollte die GDL für Zugbegleiter keinen Tarifvertrag abschließen dürfen, müssten diese entweder in die EVG wechseln um sich dort für höhere Abschlüsse stark zu machen oder aber sich dem Tarifvertrag der EVG widerspruchslos hingeben. Freiheitlich, demokratisch und gerecht wäre beides nicht, denn in Deutschland steht jedem das Recht zu, für seine Ziele zu kämpfen, im Rahmen der Gesetze. Diese sehen nun einmal vor, dass sich Arbeitnehmer in Gewerkschaften organisieren dürfen und durch diese Forderungen an die Arbeitgeber stellen können. Wenn es dann dazu kommt, dass sich auch auf dem Markt der Gewerkschaften Differenzen aufbauen, die zu einer durch und durch wirtschaftstypischen Handlungsweise, dem Konkurrenzdenken zwischen Gewerkschaften, führen, ist dies zu akzeptieren. Denn die Kritiker dieser Entwicklung, Vertreter der Wirtschaft und Politik, sind oftmals selbst die größten Fürsprecher der Konkurrenz und der Marktwirtschaft in der heutigen Art und Weise. Dieser von Ellenbogen und Selbstzentrierung geprägte Typus dient hierbei oftmals nur den Stärksten einer Branche und führt die Schwächeren im schlimmsten Fall in die Insolvenz und die Arbeitnehmer in die Arbeitslosigkeit. Dient dieser Mechanismus jedoch einmal den Arbeitnehmern und nicht den Chefs und Vorstandsvorsitzenden der großen Konzerne und Unternehmen oder den Politikern, sollten sich diese der Glaubwürdigkeit wegen zurückhalten, die eigenen Positionen für eine kleine Sparte zu verteufeln und sie im eigenen Handlungsraum weiterhin fleißig selbst anzuwenden. Die Forderung nach der Ausweitung des eigenen Geltungsbereichs ist aus all diesen Gründen kein maßloses und unverhältnismäßiges Verlangen der GDL, sondern eine markttypische Reaktion und an den Bedürfnissen der Mitglieder ausgerichtete Zielsetzung. Leider wird es jedoch anders dargestellt und wirkt auf die Öffentlichkeit daher so, als wären die Vertreter der GDL in anderen Sphären unterwegs. Tatsächlich tun sie ihre Arbeit und versuchen ihre Mitglieder mit realistischen und notwendigen Forderungen bestmöglich zu vertreten.

Bundesregierung kratzt an Streikrecht

Hinzu kommt, dass die Bundesregierung aktuell eine Gesetzesänderung plant, welche indirekt das Streikrecht für mitgliederschwache Gewerkschaften einschränken würde. Denn was als Tarifeinheit bezeichnet wird, stellt nichts anderes als eine gewisse Entmachtung kleinerer bzw. in einer bestimmten Branche mitgliederschwacher Gewerkschaften dar. Als Paradebeispiel dient hier der aktuelle Konflikt zwischen Bahn AG und GDL. Da die Forderungen der GDL für Zugbegleiter von den aktuellen Vereinbarungen zwischen EVG und Bahn AG abweichen, die GDL jedoch weniger Mitglieder unter den 2270644491_83b0199552_nZugbegleitern hat, würde der Tarifvertrag der mitgliederstärksten Gewerkschaft, hier der EVG, auch für die GDL-Mitglieder gelten. Es wäre also genau der Zustand, gegen den die GDL aktuell kämpft. Streiken, als Zeichen des Widerstands gegen die Einführung des EVG-Tarifvertrags, dürfte die GDL dann jedoch nicht so problemlos wie bisher, da die Arbeitsgerichte bei der Bewertung der Zulässigkeit eines Streiks strengere Kriterien heran ziehen müssten. Im Zweifel führt dies zu einem Streikverbot und somit einem Eingriff in das Streikrecht. Dass sich die GDL aktuell also so intensiv für ihre Forderung der Geltungsbereichserweiterung stark macht, ist unter diesen Voraussetzungen für mich noch nachvollziehbarer. Auch wenn es vielleicht keinen direkten Zusammenhang in der Argumentation der Gewerkschaft in dieser Richtung gibt, finde ich es positiv zu bewerten, wenn sich die Gewerkschaft als so robust und standfest zeigt, wie sie es aktuell tut.

Alles in allem komme ich für mich persönlich zu dem Urteil, dass dieser Streik viel positives mit sich bringt. Ich will die negativen Auswirkungen nicht verschweigen. Für viele Menschen bedeutet dieser Streik Stress, zusätzliche Kosten, Wut und Zeitverlust, doch bedeutet er im großen Blickwinkel betrachtet noch viel mehr. Einerseits ist er ein Zeichen des Widerstands gegen die große Macht der Konzerne und Unternehmen. Dieser ist wichtig, denn jeder Arbeitnehmer leidet in seinem Arbeitsleben an diversen Punkten unter dieser Stärke. Viel zu oft ist der Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber nahezu machtlos ausgeliefert und kann nur in Einzelgesprächen um eine geringe Lohnerhöhung bitten. Dort, wo die Macht jedoch nicht komplett zu Gunsten der Arbeitgeber verteilt ist, sollte man es als etwas positives ansehen, wenn die Arbeitnehmer die noch vorhandene Macht nutzen und schützen. Auf der anderen Seite ist eine positive Nebenwirkung das Signal an die aktuellen Pläne der Politik. Die GDL macht sich dafür stark, dass jede Gewerkschaft für die eigenen Mitglieder kämpfen darf; und nicht nur so lange, bis jemand anderes meint, man müsse sich einigen und es gelte nun der Tarifvertrag einer zweiten Gewerkschaft. Auch dies ist wichtig und gut, denn langfristig könnte die Tarifeinheit zu mächtigen, aber wenig streik- und arbeitskampfbegeisterten Gewerkschaften führen, die sich auf einem friedlichen Kurs und an der unteren Grenze orientierten Abschlüssen mit den Arbeitgeber einpendeln. Für die Arbeitnehmer wäre dies fatal.

Ob Lokführer oder Verkäufer, Pfleger oder Mechaniker!

Darüber hinaus finde ich es schade, wie aktuell die Diskussion geführt wird. Immer wieder scheint es, als sei Deutschland ein Land, in dem auf beruflicher Ebene allerhöchstens einzelne Berufsgruppen einen gewissen Zusammenhalt haben. Wir müssen jedoch begreifen, dass wir trotz der, von Konkurrenz geprägten, Gesellschaft nahezu alle ähnliche Probleme, Sorgen und Hindernisse in der Arbeitswelt haben. Es ist daher nicht egal, wie die Bedingungen in anderen Arbeitsfeldern sind, denn sinken sie an dem einen Ort, werden sie langfristig auch an anderen Orten schlechter werden. Die „Wirtschaft“ ist ein riesiges Becken, in welchem Wellen, die einmal in Gang gesetzt wurden nur schwer wieder aufzuhalten sind. Beginnt also das erste Unternehmen mit einer Kürzung, einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, folgen lanfristig zwangsläufig andere Unternehmen diesem austeigenden Trend. Die Arbeitnehmer sollten, statt sich immer wieder gegeneinander zu stellen und sich von einander abzugrenzen, gemeinsam aktiv gegen diese weitere Verschlechterung der Arbeitsbedingungen vorgehen. Denn es zeigt sich, dass dieser Weg erfolgreich ist. Dort, wo es starke und engagierte Gewerkschaften gibt, sind die Bedingungen meist besser. Würden mehr Arbeitnehmer dies tun, hätten viele Menschen weniger zu klagen, weniger Stress und weniger Belastung bei der Arbeit. Langfristig muss sich die Arbeitnehmerschaft ein Beispiel an den Lokführern nehmen und auch in anderen Bereichen erkennen, wie machtvoll die eigene Arbeitskraft eigentlich ist. Sie ist der Schlüssel zu einer besseren Arbeitswelt, aber eben nur dann, wenn die Masse ihre Gemeinsamkeiten entdeckt.

Sich nun darüber zu brüskieren, dass die Lokführer ihren Arbeitskampf auf dem Rücken der Republik austragen, ist ebenfalls nur wenig nachvollziehbar. Wo sonst sollten die Lokführer denn aktiv werden? Wie sonst sollten sie effektive und wirksame Maßnahmen erzielen? Sind die Lokführer denn das Übel? Natürlich sind viele tausend Menschen von dem Streik betroffen, doch sind die damit verbundenen Folgen meist weniger schwerwiegend, als es ein Streikverzicht, ein Einnicken der Gewerkschafter wäre. Denn die GDL vertritt keine abgehobenen Positionen. Der Ball liegt bei der Bahn AG, die diesen jedoch nicht annehmen will und darauf beharrt, dass die GDL die Schuld hat und im Unrecht ist. Es ist jedoch kein Unrecht, für die eigenen Ziele zu kämpfen, sich für Lohnerhöhungen und Arbeitszeitverkürzungen einzusetzen und genauso wenig ist es Unrecht, sich gegen eine Beschränkung der gewerkschaftlichen Freiheit zur Wehr zu setzen. All das ist das gute Recht eines Arbeitnehmers und jeder Arbeitnehmer, der für seine Rechte kämpft, verdient die Unterstützung anderer. Ich habe volles Verständnis für den Streik, für die Forderungen der Gewerkschaft und hoffe, dass dieser Text bei dem ein oder anderen ein kleines Umdenken ausgelöst hat. Wer am Wochenende also doch mit der Bahn reisen muss / will und Streikenden im Umfeld des Bahnhofs begegnet, sollte, statt einen grimmigen Blick aufzustetzen, vielleicht lieber ein freundliches Lächeln auf den Lippen haben um den Lokführern und anderen Streikenden zu zeigen, dass ihr Engagement nicht abgestraft, sondern begrüßt wird; verdient haben sie es. Darüber hinaus, und damit komme ich zu den letzten Worten, haben es sich diese Menschen verdient, denn sie kämpfen aktuell gegen ganz große Windmühlen, halten dem Wind stand und setzen sich dabei für grundlegende Freiheiten der Gewerkschaften ein!

Bildquellen: Titelbild (Chris R. – Stillstand) Bild 1 (Flowizm … – RE7 Münster Hbf) Bild 2 (Andre Zehetbauer – Berlin Reichstag)

CreativeCommons-Lizenz: Link

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