Was ist konventionelle und unkonventionelle Erdgasförderung / Fracking?

Worum handelt es sich eigentlich bei den beiden Verfahren zur Förderung von Erdgas (und Erdöl)? Hier gibt es eine kleine Übersicht darüber, was wie funktioniert und was die aktuelle politische Haltung dazu ist. Falls ihr mehr darüber lesen wollt, findet ihr am Ende dieses Beitrags einen Link zu einem anderen Text auf meinem Blog, der sich ausführlich und kritisch mit der aktuellen Fracking-Politik befasst.

Konventionelle Gasförderung

Diese Methode wird in Deutschland bereits seit den 1960er Jahren angewendet. Hierbei werden in 4000 bis 6000 Meter Tiefe Erdgasvorräte angezapft, wobei entweder eine Bohrung ohne den Einsatz von Chemikalien ausreicht, oder aber wesentlich geringere Mengen eines Wasser-Sand-Chemiegeschmis in den Boden gepumpt werden. Hierbei wird in der Regel höchstens einmal „gefrackt“. Grund dafür ist, dass die Gesteinsschichten nicht aufgebrochen werden müssen bzw. ein Fracking-Vorgang ausreicht um das nicht selbst aufströhmende Gas an die Oberfläche zu transportieren. Die Politik sowie die Energiewirtschaft argumentieren darüber hinaus damit, dass die Bohrungen so tief liegend seien, dass keine Gefahr für das Trink- oder Grundwasser bestünde.

Unkonventionelle Gasförderung

Die unkonventionelle Gasgewinnung findet in weniger tief liegenden Gesteinsschichten, ab 1000 Meter, statt. Ähnlich wie bei der konventionellen Gewinnung wird eine Bohrung vorgenommen um in die Gesteinsschicht vorzudringen. Diese muss jedoch aufgebrochen werden, was mit Hilfe des Fracking geschieht. Hierbei werden hunderttausende Liter eines Gemischs aus Wasser, (Quarz-)Sand und Chemikalien in den Boden gepumpt. Dadurch platzen die Gesteinsschichten auf und das Erdgas kann nach oben befördert werden. Um möglichst viel Erdgas fördern zu können ist häufige Wiederholung dieses Vorgangs notwendig, was eine wesentlich höhere Belastung des Bodens als bei der konventionellen Methode zur Folge hat. Wirtschaftsminister Gabriel und Umweltministerin Hendricks wollen diese Art der Gasgewinnung nur unter bestimmten Voraussetzungen, wie der Nutzung nicht grundwassergefährender Chemikalien sowie zur wissenschaftlichen Erforschung, zulassen. So ist Fracking im Rahmen wissenschaftlicher Forschungen durchaus möglich und trotz des „Verbots“ werden Chemikalien in tief liegende Gesteinsschichten gepumpt. In den USA führte das Fracking zwar zu einem gewissen wirtschaftlichen Aufschwung, brachte jedoch endlos viele Probleme und Tragödien mit sich.

Einen ausführlichen Blog rund um das Fracking findet ihr hier.

Quellen: Gegen Gasbohren, Verivox

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